Das Virus: Der Mensch

Vor 1,5 Jahren schien die Welt noch in Ordnung zu sein – zumindest in der westlichen Welt. Dann kam die Seuche – fast über Nacht – und stellt seitdem das Leben nahezu der gesamten Menschheit auf den Kopf. Seit Ausbruch bis Mitte Mai 2021 haben sich laut WHO weltweit über 160 Mio. Menschen infiziert. Über 3,3 Mio. Menschen sind gestorben. Die Dunkelziffer dürfte wesentlich höher liegen. (1)

Dabei kam die Seuche keineswegs so überraschend, wie so manch einer glaubt und jetzt schockiert ist. Die Wissenschaft warnt seit Jahren – nein, seit Jahrzehnten – vor den Folgen des drohenden Klimawandels, und die Entstehung von Seuchen ist nur eine der bitteren Wirkungen unseres egoistischen globalen Handelns.

1992 erging die erste Warnung der Wissenschaftler der Welt an die Menschheit mit dem Titel „World Scientists Warning to Humanity“. Damals unterzeichneten 1.700 Wissenschaftler, darunter auch Nobelpreisträger, eine Mahnung betreffend der Entwicklung dieser Erde. Sie sahen voraus, dass aufgrund der Umweltzerstörung die Erde irreversible Schäden nimmt und der Menschheit großes Leid bevorsteht. (2)

Im November 2017 unterzeichneten über 15.000 Wissenschaftler eine weitere Warnung: „Warnung der Wissenschaftler der Welt an die Menschheit: Zweite Mitteilung“. Dieses von acht Wissenschaftlern verfasste Manifest wurde in der namhaften Fachzeitschrift Bioscience veröffentlicht. Die Wissenschaftler fordern u.a. auf, das Bevölkerungswachstum zu begrenzen, den Pro-Kopf-Verbrauch an fossilen Brennstoffen zu reduzieren, den Konsum von Fleisch und andere Ressourcen drastisch zu reduzieren. (2), (3)

Auch zogen die Wissenschaftler, 2,5 Jahre nach ihrer ersten Warnung der Wissenschaftler an die Menschheit, eine Bilanz. Sie kamen zu dem Ergebnis, dass seither, mit Ausnahme der Stabilisierung der Ozonschicht, keine Erfolge erzielt worden waren. Das Gegenteil sei der Fall gewesen. „Die Menschheit unternimmt nicht die dringenden Schritte, um unsere gefährdete Welt zu schützen“, so die Autoren. So prangerten sie nunmehr im Jahr 2017 u.a. an, dass der Waldverlust gigantisch sei, sich die Frischwassermenge pro Kopf um 26 Prozent reduziert hätte, dass die Fischbestände immer mehr aussterben, die Totzonen in den Meeren sich um 75 Prozent erhöht hätten, die globalen Kohlenstoffemissionen signifikant gestiegen seien, das Bevölkerungswachstum um 35 Prozent zugenommen hätte, etwa 29 Prozent der Tierbestände ausgestorben seien. (3)

Die dritte Mitteilung, World Scientists‘ Warning of a Climate Emergency, die vor einem Klimanotstand warnt, wurde Anfang November 2019 ebenfalls in der Zeitschrift BioScience veröffentlicht. (2)

Im September 2008 mahnten Forscher auf dem Weltkongress der Naturschutz-Unoin IUCN in Barcelona u.a. konkret vor dem Ausbruch von Seuchen aufgrund des Klimawandels in ihrem Report „Das Tödliche Dutzend: Tierkrankheiten im Zeitalter des Klimawandels“. Es wurde vor der Verbreitung von zwölf Krankheitserregern in neue Regionen aufgrund der veränderten Temperatur- und Niederschlagsmengen gewarnt. Die Wissenschaftler sahen damals voraus, dass dies nicht nur Tier und Mensch, sondern auch die Wirtschaft schädigen könnte. So wurde der weltweite wirtschaftliche Schaden seit Mitte der neunziger Jahre, verursacht aufgrund von Tierseuchen wie der Vogelgrippe nach einem Bericht der Wildlife Conservation, mit 100 Milliarden Dollar beziffert.

2008 zählten folgende Erkrankungen zu den tödlichen Dutzend: Vogelgrippe, Babesiose, Cholera, Ebola, Darm- und äußere Parasiten, Borreliose, Pest, Rote Fluten, Rift-Valley-Fieber, Schlafkrankheit, Tuberkulose und Gelbfieber.

Die US-Abgeordnete Rosa DeLauro unterstrich auf dem Weltkongress: „Aufkommende Infektionskrankheiten sind eine große Bedrohung für die gesundheitliche und wirtschaftliche Stabilität der Welt“. Sie betonte, dass es notwendig wäre, nicht nur die Vogelgrippe, sondern auch andere gefährliche Krankheiten genau im Blick zu behalten, um im Ernstfall vorbereitet zu sein. Dazu müsse das Zuchtvieh und wildlebende Tiere beobachtet werden. (4)

So oder so ähnlich werden wir immer wieder von der Wissenschaft gewarnt. Die Warnungen allerdings verliefen und verlaufen im Sande. Der Mensch betreibt weiterhin Raubbau mit der Erde und greift ungehemmt in die Ökosysteme ein.

Tatsachen

  • Im März 2021 hat die für Klimawandel verantwortliche CO2-Konzentration eine Höchstzahl erreicht. Die Kohlendioxidwerte lagen bei 418 ppm – einem Höchststand seit mehreren Millionen Jahren! Ein weiterer Anstieg innerhalb der nächsten Monate ist zu erwarten. (5)
  • Immer mehr Menschen essen immer mehr Fleisch, auch in den Schwellen- und Entwicklungsländern. Die Produktion von Fleisch ist gekennzeichnet durch einen hohen Flächen- und Wasserverbrauch, belastet Böden und Gewässer und trägt zu einem großen Anteil zum Klimawandel bei. Der jährliche Fleischverbrauch hat in den letzten Jahrzehnten deutlich zugenommen. Lag der durchschnittliche weltweite Jahreskonsum 1990 noch bei 33,5 Kilogramm pro Kopf, waren es laut deSTATIS im Jahr 2018 bereits 42,9 Kilogramm. (6)
  • Im Jahr 1970 lag das weltweite Gesamtgewicht von Schlachtfleisch bei 100 Mio. Tonnen, im Jahr 2019 bei 340 Mio. Tonnen. Die Schlachtungen haben sich also innerhalb von 50 Jahren verdreifacht. Die Bevölkerung hat sich seitdem allerdings nicht verdreifacht, sondern etwas mehr als verdoppelt. Auch Deutschland produziert immer mehr Fleisch: Waren es im Jahr 2000 noch 600.000 Tonnen Schweinefleisch, die ins Ausland exportiert wurden, stieg die Exportzahl, knapp 20 Jahre später (2019), auf 2,4 Mio. Tonnen. (7)
  • Die Lunge der Erde wird immer mehr zerstört. 2020 wurden weltweit 4,2 Millionen Hektar Urwald vernichtet – eine Fläche so groß wie die Niederlande. (8). Damit wurde nicht nur der Lebensraum vieler Pflanzen und Tierarten genommen, sondern auch der Treibhauseffekt verstärkt und das in einer Zeit, in der der Urwald als CO2-Speicher ein wichtiger Gegenpol gegen die Erderwärmung bildet.
  • Einem Bericht von wissenschaft.de von 2019 zufolge wird schätzungsweise jede fünfte landlebende Wirbeltierart auf dem Tiermarkt legal oder illegal gehandelt. Diese Dimensionen übertreffen frühere Schätzungen um 40 bis 60 Prozent. Durch den legalen und illegalen Handel mit Wildtieren sind immer mehr Tierarten vom Aussterben bedroht. Forscher werteten die Datenbanken der Roten Liste der Weltnaturschutzunion IUCN und der Convention on International Trade in Endangered Species of Wild Fauna and Flora (CITES) aus. Die Wissenschaftler kamen zu beunruhigenden Ergebnissen. Sie fanden heraus, dass von 31.745 terrestrischen Wirbeltierarten 5.579 legal oder illegal gehandelt werden. Vogel- und Säugetierarten seien besonders betroffen.
  • Das Geschäft mit den Wildtieren wird als eine Multi-Milliarden-Dollar-Industrie beschrieben. Gejagt und gehandelt werden die schutzlosen Tiere für die Gaumenlust oder für medizinische Zwecke. Die Tiere werden zur Strecke gebracht, um die Tierkörper oder Teile davon als Trophen auszustellen oder zu veräußern. Wildtiere werden als Haustiere missbraucht und vieles mehr. (9)

Jetzt sind die Folgen für nahezu jedermann spürbar, in Form einer weltumspannenden Pandemie:
Covid-19 mit seinen Ausläufern – hausgemacht durch menschliche Habgier!

 

Die Wissenschaft sah die Seuchen längst kommen

Wissenschaftler des Umweltprogramms der Vereinten Nationen (UNEP) und des International Livestock Research Institute ILRI in Nairobi waren über den Ausbruch von Covid-19 keineswegs überrascht und warnten in einem Bericht vor kommenden Zoonosen. „Wenn wir weiterhin die Tierwelt ausbeuten und unsere Ökosysteme zerstören, können wir einen stetigen Strom dieser Krankheiten, die von Tieren auf Menschen übertragen werden, in den kommenden Jahren erwarten“, warnte UNEP-Chefin Inger Andersen. „Während viele auf der Welt von Covid-19 überrascht waren, waren wir, die über Tierkrankheiten forschen, es nicht. Dies war eine höchst vorhersehbare Pandemie“, so Delia Randolph, Veterinär-Epidemiologin beim ILRI. So soll laut ILRI seit den 30er Jahren die Zahl der Krankheiten der Menschen steigen, und in 75 Prozent der Fälle die Krankheiten von Wildtieren stammen. Oft sind dem Bericht zufolge domestizierte Tiere wie Vieh die Überträger der Krankheiten.

Die Wissenschaft macht stets den Mensch für die zunehmende Zahl an Zoonosen verantwortlich: die unersättliche Nachfrage nach Fleisch, eine damit verursachte großflächige Waldrodung, um Viehfutter zu gewinnen, Städte, die immer mehr wachsen, Menschen, die immmer mobiler werden. Mensch und Tier rücken dadurch immer dichter zusammen. Aber auch der Klimawandel, der Letztenendes auch menschengemacht ist, trägt für die Ausbreitung von Seuchen bei, wenn z. B. Affen, Fledermäuse oder Moskitos temperaturbedingt in andere Gebiete wandern.

Die Fleischindustrie bringe genetisch ähnlichere Tiere hervor, die für Infektionen anfällig sind. Die Ausbeutung der Tierwelt in Form von Jagen, von Handel und der Verzehr von Wildtieren tragen ebenfalls für ein erhöhtes Infektionsrisiko bei. (10)

Infektionskrankheiten gibt es immer mehr. Seit den 1980er-Jahren hat sich die Zahl der Infektionskrankheiten alle 10 Jahre mehr als verdreifacht. Zwei Drittel davon sind Zoonosen und 70 Prozent davon stammen von Wildtieren. Zu den Zoonosen gehören auch die in letzten Jahren aufkommenden Seuchen wie Ebola, HIV, Schweine- und Vogelgrippe.

Die Wissenschaft ist sich heute weitgehend einig darüber, dass der neue Coronavirus, der Ende Dezember in Wuhan ausbrach, nicht in einem Labor entwickelt worden war, wie manche Verschwörungstheoretiker behaupten. Bei dem Virus SARS-CoV2 handelt es sich um eine Zoonose, d. h. es ist eine Infektionserkrankung, die vom Tier auf den Menschen übergesprungen ist. Eine große Rolle soll hierbei die Fledermaus als Wirtsträger gespielt haben.

Auch Wissenschaftler aus Australien und den USA haben in Studien festgestellt, dass der Mensch mit seinem Verhalten die Ausbreitung solcher Viren erst ermöglicht, da der Mensch immer mehr in die natürlichen Lebensräume eingreift, verantwortlich ist für den Rückgang der Arten und für die Störung von Ökosystemen, so ein Bericht von DW: vom 27.03.201: Wie die Coronavirus-Pandemie mit der Zerstörung der Pflanzenwelt zusammenhängt. In diesem Artikel ist der Tenor ebenfalls eindeutig und niederschmetternd: Schuld sind nicht die Tiere, sondern der Mensch durch Störung der Ökosysteme. Dadurch werden derart günstige Bedingungen geschaffen, dass Viren von Tieren auf Menschen überspringen. „Wir schaffen diese Situation, nicht die Tiere“, sagt Joachim Spangenberg, Ökologe und Vizepräsident der Forschungseinrichtung Sustainable Europe Research Institute. Auch hier das deprimierende Fazit: Wir nehmen den Tieren den letzten Lebensraum: durch Abholzung der Wälder, Landrodung, Viehzucht, Jagd und Erschließung von Ressourcen. Dadurch kommen wir den Tieren immer näher und damit den Viren. Durch Veränderung der Ökosysteme, wenn z. B. Tiere aufgrund von Landrodung verschwinden, können andere Tiere, die ein Träger von Viren sind (wie z. B. Ratten und Mäuse), den Platz einnehmen, so Alice Latinne von Wildlife Conservation Society. „Es geht nicht nur darum, wie viele Arten es in einem Ökosystem gibt“, sagt Alice Latinne von der Naturschutzorganisation Wildlife Conservation Society. „Es geht auch darum, welche Arten es sind.“ (11)

In dem Zusammenhang sei erwähnt, dass z. B. die Pest keineswegs ausgestorben ist. Zwischen 2010 und 2015 wurde lt. WHO über weltweit 3.248 Fälle berichtet, wenn auch nicht in Europa. https://de.wikipedia.org/wiki/Pest (12)

Die Pestbakterie wird vorzugsweise durch Nagetiere übertragen. Auch der so gefürchtete Hantavirus, wird durch Nagetiere verbreitet und übertragen. (13)

Ein Forscherteam aus England kommt ebenfalls zu dem erdrückenden Schluss, dass die meisten Seuchen und Pandemien menschengemacht sind. Die Wissenschaftler der University College und des Imperial College in London, der Universität Oxford sowie der „Zoological Society of London“ veröffentlichten eine entsprechende Studie in der renommierten Fachzeitschrift „Nature“.

Sie untersuchten etwa 7.000 Ökosysteme und 376 potenzielle Wirtstiere und fanden heraus, dass die Nutzung der Lebensräume durch den Menschen „globale und systematische Auswirkungen auf lokale zoonotische Wirtsgemeinschaften“ hat.

„Es gibt mehr Arten und eine größere Anzahl bekannter zoonotischer Wirte – also Krankheitsüberträger – in vom Menschen verwalteten Ökosystemen als in nahe gelegenen ungestörten Lebensräumen“ – so die Wissenschaftler. Die meisten Zoonosen sind also vom Mensch gemacht.

Auch sie kommen zu dem Ergebnis, dass die Umwandlung von natürlichen Flächen in Nutzflächen das Aufkommen der Tierarten ändert. So seien Nashörner und Strauße verdrängt worden, da ihnen die spezifische Nahrung und der Lebensraum genommen wurde. Hingegen würden Tiere wie Nagetiere, Wanzen, Zecken die Gewinner sein – Tiere und Insekten, die Infektionskrankheiten wie Hantavirus, Borreliose oder die Chagas-Krankheit übertragen und verbreiten.

Sie stellen zudem fest, dass der Mensch durch seine Landrodung nicht nur die Anzahl der Wirtstiere erhöht, sondern dass die Wirtstiere dann auch wesentlich mehr Krankheitserreger beherbergen. (14)

Skrupellose Jagd wird jetzt zum Bumerang

Man geht jetzt davon aus, dass auch ein Schuppentier der Überträger von Covid sein könnte. Das wurde Anfang Februar 2021 publiziert. Forscher der South China Agricultural University fanden in Pangolinen ein Virus, dessen Erbgut weitgehend mit dem von Sars-CoV-2 übereinstimmt. Das Pangolin ist ein Schuppentier und wird im asiatischen Raum als Delikatesse verzehrt, sein Panzer in China als Heilmittel verwendet. Das Pangolin ist in Asien und Afrika beheimatet und gilt zu den am häufigsten illegal gehandelten Tieren. Selbst nach dem Covidausbruch machte der Mensch vor der illegalen Jagd und dem verbotenen Handel nicht Halt: Bei Razzien wurden 39.000 Pangolien lebendig oder gefroren von chinesischen Behörden beschlagnahmt. (15)

Zu Tode gestresste Tiere entpuppen sich als Virenschleuder

Wissenschaftler kamen jetzt auch zu einer weiteren wichtigen Erkenntnis: Vorwiegend dann, wenn die Tiere großem Stress ausgesetzt sind, kommt es zu einer Übertragung von Viren vom Tier auf den Mensch. Und gewaltigen Stress haben die Tiere letztlich durch uns, weil wir sie jagen, einsperren, malträtieren und ihnen den Lebensraum wegnehmen.

Im April 2020 erschien in den „Proceedings of the Royal Society B“ eine interessante Studie: Wissenschaftler untersuchten verschiedene Arbeiten und Berichte über Zoonosen und verglichen diese miteinander. Dabei kam heraus, dass die wenigsten Tierarten ohne menschliches Zutun vom Aussterben bedroht sind. Und diese wenigen Tierarten, die also vom Menschen mehr oder weniger in Ruhe gelassen werden, haben ein geringeres Infektionsrisiko im Vergleich zu Tierarten, die vom Aussterben bedroht sind aufgrund menschlichen Handelns. Bejagte Wildtiere oder Tiere, denen der Lebensraum genommen wird, würden doppelt so viele krankmachende Viren in sich tragen. Christine Johnson, Leiterin eines Projekts zu Pandemien der University of California, Davis, warnt vor vielbesuchten Märkten als Berührungspunkte für Mensch und Tier. Diese seien Brutstätten für Krankheiten.

Die Kampagne Compassion in World Farming plädiert für ein weltweites Handelsverbot mit Wildtieren, um deren Ausbeutung für traditionelle Medizin, exotische Haustierhaltung, Tourismus und andere Zwecke zu beenden.

Unsagbar viel Stress müssen auch die Tiere in der Massentierhaltung ertragen. Haus- und Nutztiere beherbergen etwa achtmal mehr Viren wie Wildtiere! Schweine und Rinder sind etwa mit 30 Virenarten besiedelt. Meist sind sie in engem Raum eingepfercht und in unmittelbarer Nähe des Menschen – die Massentierhaltung, welch ideale Brutstätte für todbringende Viren! 70 Prozent der größten Fleisch-, Fisch- und Milchproduzenten sind eine Gefahrenquelle für künftige Zoonosen, so eine Studie, veröffentlicht in „Guardian“. Der Grund wäre fehlende Sicherheitsabstände, enge Tierhaltung und Antibiotikaeinsatz.

„Die Massentierhaltung ist sowohl anfällig für Pandemien als auch schuld daran“, sagte FAIRR-Gründer Jeremy Coller. „Es ist ein selbstdestruktiver Kreislauf, der Werte vernichtet und Leben gefährdet.“ (16)

Wann kommt die nächste Seuche?

Die nächste Krankheit aus dem Schweinestall könnte sich jetzt schon wieder anbahnen: Chinesische Wissenschaftler veröffentlichten bereits im Frühjahr 2020 eine Studie über eine neuartige Schweinegrippe, dem Virus G4. Danach sollen sich bis letzten Sommer bereits 10 Prozent von 388 Mitarbeitern von 15 Schweinezucht- und Schlachtbetrieben infiziert haben. (17)

Referenzen:

  1. covid19.who.int: WHO Coronavirus (COVID-19) Dashboard
  2. https://de.wikipedia.org/wiki/Warnung_der_Wissenschaftler_an_die_Menschheit
  3. Wissenschaft.de, 14.11.2017: Zweite „Warnung an die Menschheit nach 25 Jahren“.
  4. Spiegel.de, 08.12.2008: : Forscher warnen vor tödlichem Dutzend
  5. der standard.de, 25.03.2021: Trotz Corona-Pandemie: Co2-Konzentration war noch nie so hoch
  6.  destatis.de, Ausgabe 2021: Globale Tierhaltung, Fleischproduktion und Fleischkonsum
  7. MDE.de, 10.07.2020: Wie der Mensch neue Pandemien produziert
  8. dw.com, 31.02.2021: Zerstrung der Urwälder um zwölf Prozent gestiegen
  9. wissenschaft.de, 4. Oktober 2019: Wildtierhandel: Dimensionen unterschätzt?
  10. Zeit.de, 07.07.2020: Forscher warnen vor mehr Tierkrankheiten beim Menschen
  11. Dw.com, 1404.2020: Wie die Coronaviurs-Pandemie mit der Zerstörung der Pflanzenwelt zusammenhängt
  12. de.wikipedia.org/wiki/Pest
  13. Rki.de: Pest
  14. mdr.de, 17.08.2020: Seuchen und Pandemien: Die meisten Zoonosen sind menschgemacht
  15. focus.de, 08.02.2021: Die Zerstörung des Planeten befeuert Epidemien – und ist Teil der Corona-Krise
  16. orf.at, 08.06.2020: Menschengemachte Virenschleudern
  17. MDR.de, 10.07.2020: Wie der Mensch Pandemien produziert

Autor: Karin Großhardt
Veröffentlicht:  24. Mai 2021